
Der Jakobsweg ist viel mehr als nur eine Wanderroute. Es ist eine Lebenserfahrung, die Städte, Dörfer, Landschaften und verschiedene Kulturen durchquert. Allerdings gibt es einen logistischen Aspekt, der, wenn er nicht gut geplant wird, Unannehmlichkeiten verursachen kann: zu wissen, wie man während der Route Geld mitführt und verwaltet.
Über hunderte Kilometer wirst du auf Geldautomaten und Geschäfte mit kontaktloser Zahlung stoßen bis hin zu Bars, die nur Münzen akzeptieren. Zu wissen, wann man Bargeld benutzt und wann man mit Karte zahlt, ist auf dem Jakobsweg entscheidend, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden und die Reise zu genießen.
In diesem Leitfaden erfährst du:
Welche Ausgaben du auf dem Jakobsweg einplanen solltest.
- Vor- und Nachteile der verschiedenen Zahlungsmethoden.
- Reale Verfügbarkeit von Geldautomaten je nach gewählter Route.
- Tipps, um Betrug zu vermeiden und Geldverlust vorzubeugen.
- Strategien für inländische und internationale Pilger.
Índice de contenidos
- 1 Wie viel kostet ein Tag auf dem Jakobsweg
- 2 Bargeld auf dem Jakobsweg verwenden
- 3 Karte auf dem Jakobsweg verwenden
- 4 Geldautomaten und Verfügbarkeit je nach Route
- 5 Strategien zur Kombination von Bargeld und Karte
- 6 Wo und wann Bargeld abheben
- 7 Sicherheit und Betrugsprävention
- 8 Tipps für internationale Pilger
- 9 Checkliste vor der Abreise
Wie viel kostet ein Tag auf dem Jakobsweg

Bevor du entscheidest, wie du dein Geld mitnimmst, solltest du den durchschnittlichen Tagesverbrauch kennen. Natürlich hängt das vom Pilgertyp ab: Wer in öffentlichen Herbergen schläft, gibt weniger aus als jemand, der Hotels bucht oder in Restaurants isst.
Orientierung der Ausgaben pro Tag:
- Unterkunft:
- Öffentliche Herberge: 5-10 €
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- Private Herberge: 10-20 €
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- Hotel oder Pension: 25-60 €
Den Jakobsweg mit Mundiplus zu gehen, hilft dir, den Stress zu vergessen, jede Nacht nach Unterkünften zu suchen und Preise zu vergleichen. Wir übernehmen die Reservierung von Hotels, Landgütern, Ferienhäusern und Pensionen zum besten verfügbaren Preis und optimieren so dein Tagesbudget.
Das bedeutet, statt Preisschwankungen von 10 € bis 60 € pro Nacht hast du feste, stabile und auf deine Bedürfnisse zugeschnittene Preise. So kannst du deine Ausgaben im Voraus planen und dich auf das Wesentliche konzentrieren: den Jakobsweg zu erleben.
Außerdem können einige traditionelle Hotels in der Hochsaison die Kosten in die Höhe treiben. Mit Mundiplus sicherst du dir komfortable und erschwingliche Optionen, einige sogar mit Inklusivleistungen wie Frühstück, Wäsche oder Gepäckversand, ohne dich um unerwartete Gebühren sorgen zu müssen.
- Essen:
- Einfaches Frühstück in einer Bar: 3-5 €
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- Pilgermenü: 10-15 €
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- Leichtes Abendessen aus dem Supermarkt: 5-7 €
- Sonstige Ausgaben:
- Wäsche: 3-5 €
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- Gelegentlicher Transport (Taxi oder Bus): 5-15€
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- Kulturelle Besichtigungen: 3-10 €
Zusammengefasst kann ein Pilger zwischen 25 und 50 Euro pro Tag ausgeben, wobei einige Reisende mit mehr Komfort über 70 € ausgeben.
Bargeld auf dem Jakobsweg verwenden

Obwohl digitale Zahlungen zunehmen, ist Bargeld in vielen Bereichen des Jakobswegs weiterhin sehr wichtig.
Das liegt daran, dass ein großer Teil der Strecke durch kleine Dörfer, Familienbars und lokale Geschäfte führt, die nicht immer ein Kartenterminal haben oder lieber Bargeldzahlungen annehmen, um Gebühren zu vermeiden. Selbst in größeren Städten kann es hilfreich sein, etwas Bargeld bei sich zu haben, falls das Zahlungsterminal nicht funktioniert oder die Verbindung ausfällt.
Deshalb ist Bargeld, auch wenn du eine Karte dabei hast, dein Lebensretter in entscheidenden Momenten.
Vorteile
- Universelle Akzeptanz: von einem Kaffee in einer Dorfbar bis zum Einkauf in einem großen Einkaufszentrum in der Stadt wird diese Zahlungsart immer akzeptiert.
- Schnelligkeit bei kleinen Zahlungen: bedenke, dass du Orte ohne Kartenterminal oder mit schwacher Verbindung passieren wirst.
- Visuelle Kontrolle der Ausgaben: zu sehen, wie das Portemonnaie weniger wird, hilft dabei, nicht mehr auszugeben als geplant.
Nachteile
- Diebstahl- oder Verlustgefahr: ist das Geld einmal weg, gibt es keine Möglichkeit, es zurückzubekommen.
- Abhängigkeit von Geldautomaten: in ländlichen Gegenden kann es Stunden dauern, bis du einen findest. Außerdem ist es keine perfekte Lösung, viel Bargeld bei sich zu tragen.
Tipps, um Bargeld sicher mitzuführen
- Teile das Geld auf drei oder vier verschiedene Verstecke auf: innere Bauchtasche, versteckte Tasche, Rucksackfach und wasserdichte Tasche. So verlierst du im Falle eines Diebstahls oder Verlusts nicht alles.
- Benutze immer kleine Scheine: sie sind einfacher zu verwenden und bei Verlust weniger riskant.
- Nimm immer Münzen für Spenden oder Verkaufsautomaten mit.
- Vermeide es, Geld in der Öffentlichkeit zu zählen oder große Beträge zu zeigen. Es muss nichts passieren, aber es ist besser, nicht zu signalisieren, dass du viel Geld bei dir hast.
Karte auf dem Jakobsweg verwenden

Debit- oder Kreditkarten werden immer nützlicher, besonders in Städten und Dörfern mit regelmäßigem Tourismus.
Vorteile
- Sicherheit und Schutz: du kannst sie sperren, falls du sie verlierst. Du kannst sie dann nicht mehr nutzen, und auch Diebe oder Finder nicht.
- Weniger Bargeld bei sich: das verringert das Diebstahlrisiko.
- Kontaktloses Bezahlen: immer schneller und sicherer.
Nachteile
- Nicht immer akzeptiert: besonders in kleinen Dörfern oder bei kleinen Beträgen.
- Unerwartete Gebühren: sowohl bei Abhebungen als auch Zahlungen, besonders wenn du aus dem Ausland kommst.
- Abhängigkeit vom Empfang: manche Kartenterminals funktionieren ohne Netz nicht.
Empfehlungen für Kartenzahlungen
- Nimm mindestens zwei Karten mit (zum Beispiel eine Debit- und eine Kreditkarte) und bewahre sie an verschiedenen Orten auf.
- Informiere dich bei deiner Bank über Gebühren und Limits, bevor du losgehst.
- Wenn du aus dem Ausland kommst, sind Karten wie Revolut, N26 oder Wise empfehlenswert, da sie gute Wechselkurse und niedrige Gebühren bieten.
Geldautomaten und Verfügbarkeit je nach Route
Die Planung deiner Bargeldabhebungen je nach Route ist essenziell, da nicht alle Etappen Banken oder Geldautomaten haben.
Französischer Weg
Die beliebteste Route mit der besten Infrastruktur. Von Roncesvalles bis Santiago passierst du Städte wie Pamplona, Burgos, León oder Ponferrada, wo es viele Geldautomaten gibt. Selbst in mittelgroßen Dörfern gibt es viele Bankfilialen. Selten wirst du mehr als 15 km laufen, ohne mindestens einen Geldautomaten zu finden.
Nördlicher Weg
Diese Option, besonders der Abschnitt des Jakobswegs von Santander nach Gijón, führt durch Orte mit guter Bankabdeckung, wie die genannten oder Llanes. Allerdings gibt es hier auch weniger dicht besiedelte ländliche Küstenabschnitte, auf denen du bis zu 25 km ohne Geldautomaten unterwegs sein kannst, weshalb es ratsam ist, Bargeld für einen ganzen Tag dabei zu haben.
Portugiesischer Küstenweg
Diese Route verbindet Küstenstädte mit kleinen Fischerorten, weshalb die Verfügbarkeit von Geldautomaten sehr unterschiedlich ist.
In größeren Orten wie Porto oder Vigo findest du problemlos Banken und Geldautomaten, während die Infrastruktur in Dörfern und ländlichen Gebieten deutlich begrenzter ist. Daher ist es ratsam, die Abhebungen gut zu planen und genügend Bargeld für mindestens einen ganzen Tag mitzunehmen.
- Auf dem Portugiesischen Weg von Porto nach A Guarda durchquerst du Städte wie Viana do Castelo oder Caminha, wo du problemlos Geldautomaten findest. In kleinen Fischerdörfern hingegen kann das Bankangebot fehlen, daher empfiehlt es sich, in den größeren Orten Bargeld abzuheben.
- Anschließend auf dem Weg von A Guarda nach Santiago führt die Route durch ländliche und weniger besiedelte Abschnitte. An manchen Stellen können mehr als 30 km ohne Geldautomaten liegen, weshalb es empfehlenswert ist, Bargeld für zwei Tage mitzunehmen. Besonders wenn Unterkunft oder Verpflegung bar bezahlt werden.
Zentraler Portugiesischer Weg
Diese Route führt durch Städte wie Lissabon, Coimbra, Porto, Ponte de Lima, Tui oder Pontevedra und bietet in den meisten Etappen eine gute Verfügbarkeit von Geldautomaten. Dennoch gibt es Zwischenabschnitte zwischen kleinen Dörfern ohne Filialen, insbesondere im ländlicheren Teil Portugals. Es ist ratsam, in den Hauptstädten Bargeld abzuheben und genügend Bargeld für ein bis zwei Tage mitzunehmen.
Ursprünglicher Jakobsweg (Camino Primitivo)
Obwohl es in Städten wie Lugo oder Oviedo mehrere Geldautomaten gibt, ist die Verfügbarkeit in Dörfern und kleineren Ortschaften gering. Es wird empfohlen, Bargeld für mindestens zwei Tage mitzunehmen.
Englischer Weg
Eine kürzere Route, die städtische Abschnitte mit ländlichen Gebieten abwechselt. In Ferrol, Pontedeume und Betanzos findest du mehrere Geldautomaten, aber in kleinen Zwischendörfern ist das Angebot sehr begrenzt. Obwohl es meist nicht nötig ist, große Mengen mitzunehmen, ist es ratsam, Bargeld für mindestens einen ganzen Tag dabei zu haben.
Weg nach Finisterre und Muxía
Diese Route führt durch Orte wie Negreira, Olveiroa, Cee oder Finisterre. In größeren Orten findest du Geldautomaten, aber auf einigen Zwischenabschnitten gibt es keine Bankdienstleistungen. Da viele Landhäuser und kleine Unterkünfte weiterhin Barzahlung bevorzugen, solltest du Bargeld für zwei Tage dabei haben.
Sanabrés-Weg
In Städten wie Ourense und Lalín findest du problemlos Geldautomaten, aber zwischen kleinen Bergdörfern ist die Verfügbarkeit gering. Es wird empfohlen, genügend Bargeld für 1–2 Tage mitzunehmen, besonders wenn du lange Etappen oder außerhalb der Hauptsaison unterwegs bist.
Strategien zur Kombination von Bargeld und Karte
Die beste Option für die meisten Pilger ist es, beide Methoden zu nutzen:
- Immer einen Bargeldbestand von 30–50 € für unerwartete Ausgaben dabei haben.
- Karte für größere und geplante Zahlungen verwenden (zum Beispiel Restaurantbesuche).
- In größeren Städten Bargeld abheben, um Gebühren zu vermeiden.
- Einen kleinen Notgroschen an einem anderen Ort aufbewahren.
Wo und wann Bargeld abheben
- In größeren Städten: mehr Auswahl und geringere Gebühren.
- Bei Banken deines Netzwerks: falls deine Bank Vereinbarungen mit spanischen Instituten hat, kannst du kostenlos abheben.
- Vermeide unabhängige Geldautomaten (z. B. Euronet) in touristischen Gebieten: diese verlangen oft hohe Gebühren.
Sicherheit und Betrugsprävention
- Nutze versteckte Gürtel oder Bauchtaschen für Geld und Karten.
- Bewahre deine wertvollsten Gegenstände immer bei dir auf.
- Decke am Geldautomaten die Tastatur ab und prüfe, ob keine fremden Geräte angebracht sind. Sei misstrauisch, wenn dir jemand „Hilfe“ am Automaten anbietet.
Tipps für internationale Pilger
- Wechsle vor Ankunft etwas Bargeld für erste Ausgaben.
- Vermeide Zahlungen in deiner eigenen Währung: wähle immer Euro, um doppelte Umrechnungen zu verhindern.
- Ziehe Online-Banken ohne Gebühren für Abhebungen in Spanien in Betracht.
- Bewahre eine digitale Kopie deiner Dokumente und Karten auf.
Checkliste vor der Abreise
Bargeld:
- Kleine Geldscheine.
- Münzen für Automaten und Spenden.
Karten:
- Zwei oder mehr, getrennt aufbewahrt.
- Telefonnummer der Bank für Notfälle.
Sicherheit:
- Versteckter Gürtel oder Diebstahlschutz-Tasche.
- Digitale Kopien der Dokumente.
Der Umgang mit Geld auf dem Jakobsweg ist eine grundlegende logistische Herausforderung. Die Kombination aus Bargeld und Karte, die Planung der Abhebungen je nach Route und höchste Sicherheitsvorkehrungen ermöglichen dir, das Erlebnis entspannt zu genießen.
Obwohl wir Sicherheitsmaßnahmen besprochen haben, ist es wichtig zu betonen, dass Raubüberfälle auf dem Jakobsweg sehr selten sind. Die Atmosphäre unter den Pilgern ist meist von Vertrauen und Kameradschaft geprägt, und die meisten Routen werden ohne Zwischenfälle zurückgelegt. Diese Informationen und Tipps dienen als allgemeine Vorsichtsmaßnahmen, die auch im Alltag sinnvoll angewandt werden können.
Und wenn du dein Abenteuer planst, sind wir bei Mundiplus Spezialisten für Jakobsweg-Reisen. Wir beraten dich ausführlich zu Routen, Tipps und Ressourcen, damit du den Weg gut vorbereitet und mit allem unter Kontrolle erleben kannst.





